Freitag, 9. September 2005

Das jüdische Jerusalem

Nach dem Frühstück ging es mal wieder zur „Western Wall“, um die Jüdische Konfirmation, die Bar Mizwa-Feiern mit zu erleben. Im Gegensatz zu unserer Konfi werden nur Jungen in die Gemeinde mit aufgenommen. Auf dem Bild ist gut zu sehen, dass die Frauen vor dem Männerbereich stehen und zuschauen, wie der Aspirant aus der Thora vorliest, die Rolle in der Mitte des Bildes. Nach Vollendung wird ein fröhlicher Gesang angestimmt und Bonbons geworfen, von den Frauen.

Anschließend besuchten wir die Jerusalemer Synagogen (4 in einem Gebäude). Das Nachmittagsprogramm hieß: „Besuch in Yad Vashem“ - die Gedenkstätte an den Holocoust. In diesem Jahr wurde ein neues mulimediales Museum eröffnet, das sehr viele originale Dokumente (Fotos, Filme, Gegenstände, Fundsachen) enthält. Das Anliegen der Gedenkstätte ist die Erinnerung an die anonymen Opfer aufrecht zu erhalten. Sehr bewegend ist die Gedenkstätte an die ermordeten Kinder - in einem dunklen Raum stehen wenige Kerzen, deren Licht millionenfach gespiegelt wird und ringum wie Sternenhimmel erscheint. In die Stille hinein werden fortwährend Namen, Alter und Herkunft der Kinder in verschiedenen Sprachen genannt.

Es ist Donnerstag, also findet am Abend der Christustreff statt. Ca. 40 Leute lauschen dem Vortrag von Thomas Wiesmann über die messianisch-jüdische Bewegung. Danach feiern wir unseren gemeinsamen Herrn im Andachtsraum mit Liedern und Gebeten.

Zum Schluss noch ein Update zum Thema Mond: Dankenswerter Weise wurde uns aus Ratingen ein Mondsichtungs-Beweisfoto zugesandt. So ganz überzeugt sind wir allerdings noch nicht, dass es den Mond wirklich noch gibt. Hier in Israel ist er immer noch nicht aufgetaucht. Vielleicht hat ihn noch jemand wo anders gesehen? Über sachdienliche Hinweise und weitere Fotos freuen wir uns.